Meine ersten „Haustiere“

Um zwei Uhr morgens wache ich auf und kann nicht wieder einschlafen. Ich dreh mich von rechts nach links und links nach rechts. Lieg auf dem Ruecken, dann auf dem Bauch, aber der Jetlag haelt mich wach.Wie ich mit den Jahren herausfand, ist der Jetlag immer fuerchterlich wenn man von Deutschland nach Australien fliegt, aber nicht so schlimm andersrum. Greg schnarcht vor sich hin, ich will ihn nicht wecken, denn er muss frueh aufstehen.

Schlaftrunken mache ich mich auf Zehenspitzen mitten in der Nacht im Dunkeln auf den Weg in die Kueche. Ich dachte ein Glas Wasser waere eine gute Idee. Ich mache das Licht an „IIIIIIIIHHHHHHHHH…..“. Oh pscht leise, Greg schlaeft!

In Windeseile nehme ich ein Glas und stuelpe es ueber Haustier Nummer eins, eine Tasse ueber Haustier Nummer zwei und dann schraube ich schnell den gelben Deckel einer leeren Saftflasche ab um Haustier Nummer drei zu fangen. Ich springe auf den Stuhl, zieh meine Knie neben meine Ohren und fuehle wie mein Herz rast! Dann guck ich mir zuerst aus dieser Entfernung meinen Fang an: Kakerlaken – Yuck (ih Gitt!).

Warum ich auf dem Stuhl sass weiss ich bis heute nicht, da die Dinger auch gern mal fliegen. Am fruehen Morgen kommt Greg ins Schlafzimmer „Was hast Du denn gemacht?“

„Nix, wieso?“                 „Na in der Kueche!?“ fragt er.

DSC_7261

DSC_7261 (Photo credit: Joachim S. Müller)

Es muss wohl jetzt deutsche Schlafzeit sein, benebelt erinnere ich mich an mein kleines Kuechenabenteuer „Ach, mein Fang! Man sind die Dinger ekelig! Ich wollte Dich nicht wecken und wusste nicht, was ich mit denen machen soll.“

„An die gewoehnst Du Dich besser, die gibt’s hier ueberall“ sagt er grinsend und macht sich daran sie zu entsorgen.

Und wie in den vorigen Artikeln schon bemerkt, man gewoehnt sich an alles. An dem Morgen ging ich in den Supermarkt und kaufte Kakerlakenspray und war „on the hunt“.Die Kakerlaken leben vor allem gern in der Naehe vom Strand, es hat nichts mit Unsauberkeit zu tun. Man hat keine Massen im Haus, aber die ein oder andere flitzt schon gern mal ueber den Kuechentresen oder kommt aus der Telefonstation gekrabbelt.

In den letzten Jahren haben wir unser Haus vom Kammerjaeger spruehen lassen, das haelt die Viecher dann fuer ein gutes Jahr fern.

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