Was macht man in Rubyvale?

Rubyvale ist ein Miniort in Wupp Wupp mit nur 500 Einwohnern. Warum also die lange Autofahrt im Kuehlwagen? Angeblich kann man hier nach Edelsteinen suchen. Klingt komisch, oder? Aber ich bin ja fuer jeden Spass zu haben, deshalb sind wir hier. Wir kommen abends an und essen Abendbrot im Pub (Kneipe). Es gibt doch tatsaechlich Burger mit roter Beete drauf. Lecker! Rote Beete gehoert bei Sandwich und Burger einfach dazu. Wir schlafen in einer ‚cabin‘ was ich mit einem Kleingartenhaus vergleichen wuerde in Hochbetten (alles sehr einfach gehalten, aber dennoch besser als camping). Morgen wird ein spannender Tag!

Am Morgen ziehen wir unsere aeltesten Jeans an und sehen aus wie die Hotten Tottens. Also fuer Modebewusste ist das hier nix! 😉 Nach dem Fruehstueck machen wir uns auf den Weg zu einem alten Mienenschacht, der nun als „Museum“ dient. Es ist sehr interessant durch die engen Schaechte zu laufen und zu sehen, wie hier die Edelsteine abgebaut wurden. Ich stupse Greg, der vor mir laeuft an „Es ist schwer sich vorzustellen, hier in der Enge den ganzen Tag zu arbeiten!“ „Ja, waere auch nicht mein Lieblingsjob“ sagt er und konzentriert sich wieder darauf wo er hinlaeuft.

Nach unserem Erkundungstrip treffen wir Micheal unseren Tourguide, der uns irgendwo ins Feld faehrt. Ich bin froh, dass es noch andere Teilnehmer gibt, die koennten einen auch einfach hier absetzen und abduesen, kein Mensch wuerde einen hier finden. haha. Michael holt Geraete aus dem Auto, die aussehen wie aus dem Museum. Ich glaub die veraeppeln mich hier. . . was soll man denn damit machen. Und bevor ich weiss was eigentlich los ist, haben Greg und ich jeweils einen Spaten und ein altes Metallsieb in der Hand „Na dann mal los, viel Spass!“ sagt Michael. „Danke!“ sag ich ganz verdattert und schaufel los.

„Meinst Du wirklich, die wuerden uns hier suchen lassen, wenn es noch was zu finden gibt?“ frag ich Greg misstrauisch. So kann man auch die Touristen veraeppeln. „Meine Schwester hat schon so einige Steine hier gefunden.“ – „Oh!“ sag ich, Kopf runter und weiter geht’s! Es geht alles sehr systematisch vor, man schaufelt, tut’s in ein Sieb, laesst ein wenig Wasser drueber laufen und siebt schoen. „Oh wow!“ sag ich nach einer Weile Greg zugewandt „Ist das einer?“ Ich huepfe ganz ungeduldig von einem Bein auf’s andere. „Woher soll ich das wissen? Bestimmt nicht, oder?“ antwortet er mit krauser Stirn. Wir winken Michael rueber „Ist das ein Saphir?“ Er nimmt den kleinen Stein haelt ihn in Richtung Sonne und sagt „Ja, da habt ihr was gefunden und der Stein ist sogar gross genug, um ihn schneiden zu lassen. Was fuer eine schoene Farbe!“ Wir freuen uns wie kleine Kinder. Mensch, nun wird das ganze ja doch noch aufregend. Die naechste Stunde schaufel und sieb ich wie eine Bekloppte und wir finden sogar noch einen gelben Stein.

Nach einem wirklich aufregenden Tag fallen wir abends gluecklich und k.o. ins Bett! Morgen fahren wir im Kuehlwagen zurueck nach Mackay.

– Teil 2 –

Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass mich der blaue Saphir fuenf Jahre spaeter von einem Verlobungsring anglitzern wuerde.  🙂

Rubyvale (klickt hier) lohnt sich auf jeden Fall, wenn man Lust hat ein bisschen zu schaufeln und wenn nicht, kann man auch direkt in einen der vielen Saphirshops gehen und ein schon glitzerndes Schmuckstueck erwerben. Uns hat es auf jeden Fall viel Spass gemacht!

Sapphires

Sapphires (Photo credit: Taifighta)

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