Happy Nikolaus!

Wie auch die vielen deutschen Kinder durften sich meine zwei auf Nikolaus freuen. Gestern abend nach dem Essen wurden fleissig die Sandalen geputzt, damit der Nikolaus auch ja was hinterlaesst. „Aber manchmal war ich gar nicht so brav. . . “ hoerte ich meinen Grossen auf dem Weg ins Bett „meinst Du, der Ruprecht kommt mit dem Stock?“ Ich hatte vergessen, dass er doch so eine zarte Seele hat (selbst „Finding Nemo“ macht ihm Angst), als ich ihm vom Nikolaus und seinem Kumpanen erzaehlte. Nachdem er so besorgt war, hatte ich mit Albtraeumen gerechnet, aber zum Glueck blieben sie aus. Waehrend die Kinder also ganz aufgeregt ins Bett gingen, fing ich an in der Kueche ein paar Stutenkerle zu backen, denn die gehoeren fuer mich zu Nikolaus einfach dazu und die kann man in Australien noch nicht kaufen. Ich fand aber auch gestern raus, dass nicht jeder in Deutschland diese Tradition kennt.

Nikolaus, Advent und Weihnachtsmaerkte gibt es leider nicht in Australien – die ganze weihnachtliche Gemuetlichkeit, die die Kaelte in Deutschland mit sich bringt, fehlt. Die Waerme und Weihnachten passen einfach nicht richtig zusammen. Die Schokolade schmilzt im Adventskalender (der hier auch nicht Gang und Gebe ist) und wenn man sich doch mal durchringt Plaetzchen zu backen, rennt einem der Schweiss von der Stirn. Dank Aldi (die es nun auch in Australien gibt) kann man aber nun wunderbar Lebkuchen, Marzipan, Weihnachtsstollen und Spekulatius ohne grosses Schwitzen geniessen und wenn man einfach seine Augen zu macht und die Nase in die Spekulatiustuete steckt, kann man von weissen Weihnachten traeumen.

Genossen haben die Kinder ihre Stutenkerle heute morgen und es war zu schoen ihre erstaunten und gluecklichen Gesichter zu sehen, als sie die gefuellten Sandalen sahen. Von dem Stock war weit und breit nix in Sicht! Puh, Glueck gehabt!

Einfaches Rezept fuer einen Stutenkerl aus Joghurt/Oel- Teig (anstatt Quark – den gibt’s hier naemlich nicht)

  • 200g Joghurt (oder Quark, dann aber nicht den Gries hinzugeben)
  • 1 Essloeffel Gries
  • 8 Essloeffel Öl
  • 8 Essloeffel Milch
  • 1 Ei
  • 100g Zucker
  • 400g Mehl
  • 1 Packung Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • abgeriebene Zitrone o Orange
  • (Vanillezucker)

Alle Zutaten gut mixen und ausrollen, dann am besten mit einer Lebkuchenmannausstechform ausstechen, ansonsten sehen sie so aus wie meine (handgearbeitet 😉 ). Dann mixt man am besten noch ein Ei mit etwas Milch und bestreicht die Kerle bevor man die Rosinen anbringt. Dann bei 175 Grad fuer 20 Minuten backen. Am leckersten noch warm und vielleicht mit Marmelade.

Guten Appetit und Happy Nikolaus!

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Fruehstuecksei mal anders!

Hart gekocht, weich gekocht, Ruehrei oder Spiegelei. . . wie waer’s wenn ihr dieses Wochenende mal was Neues probiert. Fruehstuecksei mit Schinken. Probiert doch mal folgendes Rezept aus und lasst mich wissen wie’s geschmeckt hat! Wenn ihr mir Fotos schickt (gluecklichdownunder@outlook.com), werde ich das Schoenste dem Rezept zufuegen!

Fruehstuecksei mit Schinken

  • 6 grosse Scheiben Schinken (Kassler geht bestimmt auch super)
  • 6 Eier
  • 240 g saure Sahne oder Kraeuter Creme Fraiche
  • Petersilie und Schnittlauch

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. 4 kleine Auflauffoermchen mit dem Schinken auslegen. Wenn der Schinken gross genug ist, braucht ihr vielleicht nur eine Scheibe pro Form. Nun mixt die Eier mit der sauren Sahne und gebt etwas Petersilie dazu (bei Kraeuter Creme Fraiche vielleicht ueberfluessig). Giesst die Eiermasse in die Foermchen (den Schinken so schneiden, dass er nicht die Eiermasse hochdrueckt, sondern schoen als Form dient). Und ab in den Ofen fuer ca 25 Minuten bis die Eiermasse sich gerade gesetzt hat. Vor’m Servieren ein bisschen kleingehackten Schnittlauch obendrauf. Dazu schmeckt Toast mit Butter oder lecker Bratkartoffeln.  – Rezept fuer 4 –

Guten Hunger!

Rezept fuer Bananenbrot

Der Bananenkuchen schmeckte ok, wurde aber nie wieder gebacken. Stattdessen habe ich ueber die Jahre viele verschiedene Rezepte probiert und moechte eines unserer Lieblingsrezepte mit Euch teilen – und der Kuchen sieht ueberhaupt nicht aus wie Pflaumenkuchen!

Bananenbrot:

  • 3-4 ueberreife Bananen, zermatscht
  • 275 g brauner Zucker
  • 3 leicht verruehrte Eier
  • 1/2 Teeloeffel Zimt
  • eine Prise Salz
  • 140 ml Milch
  • 70 ml Oel
  • 275 g Mehl
  • 1 Packung Backpulver
  • (handvoll Walnuesse, wenn man mag)
  1. Ofen auf 160 Grad Celsius vorheizen (nicht mit Umluft!)
  2. Kastenform mit Backpapier auslegen.
  3. Bananen, Zucker und Eier mit dem elektrischen Mixer verruehren.
  4. Salz und Zimt dazu, dann die Milch und das Oel, schoen weiter mixen.
  5. Mehl und Backpulver rein und gute fuenf Minuten mixen. Zum Schluss die Walnuesse unterheben.
  6. Den Teig in die Form geben und fuer 1,5 Stunden backen.
  7. Auf dem Kuchengitter abkuehlen lassen.

Am besten schmeckt es natuerlich gleich noch warm aus dem Ofen oder getoastet mit Butter. Es heisst zwar Brot, wird aber zum Kaffee/Tee wie Kuchen gegessen.

Die Bananen sind am besten, wenn sie dunkel und weich sind (so wie man sie eigentlich wegschmeisst). Man kann sie gut einfrieren bis man sie braucht und muss sie dann gefroren schaelen, ansonsten wird es eine ziemlich matschige Angelegenheit.

– Teil 2 –

Bananenkuchen – mit Liebe gebacken

„Tschuess Schatz! Schoenen Tag!“ mit Schmatzer verabschiede ich mich von Greg, der sich in aller Fruehe auf den Weg zur Arbeit macht. „Danke! Tschoe!“ sagt er und waehrend er die Treppe zur Garage runterlaeuft fuegt er hinzu „Hast Du irgendwelche Plaene fuer heute?“ „Nix besonderes“ sag ich und schliesse die Tuer hinter mir zu – mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Spaeter am Nachmittag setz ich mich in unserem Miniwohnimmer mit Ausblick auf Newcastle Beach mit meinem Laptop an unseren Kuechentisch, der unsere Kuechenniesche vom Wohnzimmer trennt. Ich google „Bananenkuchen“. Greg hat mir so oft erzaehlt, dass es sein Lieblingskuchen ist. In Deutschland hab ich immer gern gebacken, aber „Bananenkuchen???“ davon hatte ich noch nix gehoert. Aber Dank Internet ist das ja alles kein Problem. Also los.

Ich mixe den Teig, roll ihn auf dem Backblech aus und verteile faechermaessig meine Bananenscheiben. ‚Komisch sieht es ja schon aus‘ denk ich mir ‚irgendwie wie Pflaumenkuchen mit Bananen‘. Aber voller Vorfreude auf Greg’s Gesicht schiebe ich das Backblech in den Ofen.

Eine Stunde spaeter hoere ich den Schluessel in der Tuer. Wow – das passt ja super, da die Kuechenuhr gleichzeitig piept.  „Hallo! Wie war Dein Tag?“ fragt Greg.

„Super!“ aufgeregt huepf ich hin und her und schupse ihn vorsichtig Richtung Kueche. „Guck mal in den Ofen!“ ich grinse von einem Ohr zum anderen. Greg macht den Backofen auf und . . . . . . zieht die Stirn kraus.

„Was ist das denn?“

„Wie was ist das denn? Willst Du mich veraeppeln? Dein Lieblingskuchen?“

Greg zieht sich den Ofenhandschuh an und zieht mein Gebaeck vorsichtig raus, um es genauer unter die Lupe zu nehmen.

„Mein Lieblingskuchen?“ – dann kann er sich vor Lachen kaum halten –

„Soll das Bananenkuchen sein?“

– Teil 1 –