Magnetic Island

Wir sind mal wieder auf Magnetic Island, es ist wunderschön. Jedes Mal.
Aber ich muss zugeben, dass ich dieses Mal etwas nervös war als wir uns auf den Weg machten, weil es einen Cyclone gab, der die gleiche Idee hatte. Die Einheimischen freuten sich auf den Regen, weil es seit Monaten nicht geregnet hat. Die Boote wurden gesichert, die Strände gesperrt und …. der Cyclone drehte um und wart nicht wieder gesehen bevor er die Küste erreichte. Kein Regen. Kein Sturm!

Ich muss sagen, ich war erleichtert. Auch gefällt es mir super, dass es bewölkt ist, da die Sonne einem hier wirklich ‚ein Loch in die Haut brennen kann‘ und die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass meine Haare ganz kringelig werden.

Apropros Haare, gestern Morgen besuchte uns ein Kookaburra auf dem Balkon. Kookaburra’s sind recht kompakte Vögel mit einem grossen scharfen Schnabel. Schlangen stehen auf ihrem Menü, die sie geschickt mit einer schnellen Kopfbewegung gegen einen Baum o.ä. Schlagen, um ihnen den Rücken zu brechen. Unser Frühstücksbesucher hat glaub ich auf Futter gewartet, aber wie man mich so kennt, musste er dann erstmal für ein paar Fotos still halten. Er war recht geduldig, drehte mir dann aber irgendwann den Rücken zu. Und von hinten sehen die Federn fast wie Haare aus, so eine Art Altherrenfrisur.

Ausser Kookaburra’s haben die Kids auch riesen Freude daran die Rockwallabies zu besuchen. Die grünen Ameisen und dicken Motten machen ihnen ein bisschen Angst, aber das Geheule der Curlews finden sie sehr interessant. Auch die grossen Fledermäuse, die Vielfalt an Papageien und giftgrünen Schmetterlinge werden täglich bestaunt. Gestern abend tobten zwei Possums durch den Garten…… auf Magnetic Island ist es ein bisschen wie im Zoo im eigenen Garten. Und ohne Cyclone ist es auch sehr ruhig, so dass wir doch unseren Urlaub geniessen können.

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Neue Anfaenge! Bilder der Glenrock Lagoon – Buschfeuer

Die Buschfeuer sind noch gar nicht so lange her und der Schrecken sitzt noch tief in den Knochen. Zum Glueck waren wir nicht direkt betroffen, aber es war wirklich nur um die Ecke. Das Wetter spielt hier ein bisschen verrueckt. Einen Tag ist es 35 Grad mit heissem Wind und den naechsten ist es 18 Grad mit kaltem Wind – da weiss man gar nicht mehr, ob nun Sommer oder Winter ist. Hoffen wir mal, dass uns die Buschfeuer fuer den Rest des Sommers verschonen werden.

Wir haben es nun nach zehn Jahren endlich mal geschafft die Glenrock Lagoon zu besuchen. Knapp 3 Stunden runter und wieder hoch haben wir gebraucht, da wir natuerlich auch die Jungs (2&4) mit hatten ansonsten soll es wohl nur 2 Std dauern. Es gab viel zu entdecken in dem National Park. Nach den ersten 300m hab ich mir fast in die Hose gemacht, weil ich es im Laub rascheln hoerte und meine Freundin mir grad neulich erst davon berichtete, dass sie die ersten Schlangen beim Gassi gehen entdeckt hatte. Nach einem kleinen Quietschen, da ich gemeint habe einen Schlangenkopf zu sehen, hab ich mich dann doch wieder beruhigt, da das Viech noch Beine hatte – aber eben sehr kurze. Wir waren also auf eine Echse gestossen, die wenig Interesse daran hatte uns zu beissen und sich gleich nach einem kurzen Fotoshoot im Laub verkroch. Puh!

Die Echse

Wir wurden von schoenem Vogelgezwitscher entlang des Wanderwegs begleitet, alles war schoen gruen bis wir zu einer grossen Bruecke kamen und wir das Elend auf der anderen Seite entdeckten. Auch hier hatte sich das Buschfeuer breit gemacht und der sonst so saftig gruene Wanderweg war ganz verkohlt. Es war ein sehr trauriger Anblick bis wir dann neues Leben entdeckten. Es gab Baeume und Buesche, die neue Aeste und Blueten trugen, dann gab es eine Stelle, wo der Boden komplett schwarz war und quietschgruenes frisches Gras daraus schoss. Der Kreis des Lebens schliesst sich hier und war bewundernswert!

Das Buschfeuer hatte seinen Weg ein ganzes Stueck am Wegrand lang gemacht. Manche Stellen waren merkwuerdig alles war schwarz und mitten drin stand dann noch der ein oder andere lebendige Busch. Der Wanderweg schlaegt sich an einem kleinen Wasserfall vorbei und es gibt einen Haufen Treppen zu bewaeltigen. Die Tierwelt liess immer gruessen, wenn es dem Grossen langweilig wurde, so rannte er voraus, um mehr zu finden und hat die komplette Strecke zu Fuss ohne Hilfe hinter sich gelegt. Der Kleene wurde aber ab und an getragen, da es fuer so sehr kurze Beine doch eine lange anstrengende Strecke ist.

Glenrock Lagoon ist auf jeden Fall eine Wanderung wert, selbst wenn man kein grosser Wanderer ist. Der Strand der einen unten erwartet ist wunderschoen und man denkt gar nicht, dass man in Newcastle ist. Alles ist so friedlich, der Spaziergang fuehrt durch’s Gruene ans tuerkise Wasser – einmalig!

(Falls Ihr an Bildern von Newcastle interessiert seid oder anderen von meiner Seite kontaktiert mich doch einfach ueber www.afinnphoto.com.au oder www.facebook.com/afinnphoto waehrend Ihr da seid klickt doch auf ‚like‘ 😉 es steckt noch alles in den Kinderschuhen, da kann ich jegliche Unterstuetzung gebrauchen)

Wunderschoene Herbsttage!

Am Wochenende haben wir einen wunderschoenen Nachmittag am Strand verbracht. Das Meer war ganz ruhig, nur die ein oder andere Welle wurde an Land gespuelt. Der Herbst ist da und er verwoehnt uns mit Mitte zwanzig Grad. Das Unwetter vor ein paar Wochen hat unseren Sand geklaut und nun gibt es tolle „rock pools“ zu erkunden, da die ganzen Steine/Felsen freigelegt sind. Gestern hab ich Euch ja schon eine Vorschau von unserem „Fund“ gegeben und hier nun ein paar Schnappschuesse vom Strand. Viel Spass!

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A day at Oakvale Farm – Ein Tag auf der Oakvale Farm

Are you visiting Newcastle with kids or are you a tourist wanting to see some native animals? Oakvale Farm is about a forty minute drive from Newcastle and has it all, the natives and the farm babies. It’s a great day out with anyone who loves animals. Depending on the program you might be lucky to bottle feed one of the lambs, goats or pigs, milk a cow and pat a koala. The kangaroos are always keen to get some food of you and even the camel likes to check you out. We went today and I enjoyed taking pics of the animals. I loved the piglets and the camel . . . what do you think?

Egal, ob Du als Tourist mit oder ohne Kinder nach Newcastle kommst, ein Ausflug zur Oakvale Farm ist ein Muss, wenn Du ein Tierliebhaber bist. Dort gibt es nicht nur die Tierbabies vom Bauernhof zu streicheln, sondern auch die typischen australischen Tiere. Ferkel und Ziegen kann man manchmal mit der Flasche fuettern, dann gibt’s ne Kuh zu melken und Koala’s zu streicheln. Die Kaenguruhs fangen einen gern ab, um einem ein bisschen Futter aus der Tasche zu locken und das Kamel haette auch gern was. Wir waren heute dort und wie immer hatte ich riesen Spass daran, die Tiere zu fotografieren. Die Ferkel und das Kamel haben es mir heute besonders angetan. Was haltet Ihr davon?

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Meine ersten „Haustiere“

Um zwei Uhr morgens wache ich auf und kann nicht wieder einschlafen. Ich dreh mich von rechts nach links und links nach rechts. Lieg auf dem Ruecken, dann auf dem Bauch, aber der Jetlag haelt mich wach.Wie ich mit den Jahren herausfand, ist der Jetlag immer fuerchterlich wenn man von Deutschland nach Australien fliegt, aber nicht so schlimm andersrum. Greg schnarcht vor sich hin, ich will ihn nicht wecken, denn er muss frueh aufstehen.

Schlaftrunken mache ich mich auf Zehenspitzen mitten in der Nacht im Dunkeln auf den Weg in die Kueche. Ich dachte ein Glas Wasser waere eine gute Idee. Ich mache das Licht an „IIIIIIIIHHHHHHHHH…..“. Oh pscht leise, Greg schlaeft!

In Windeseile nehme ich ein Glas und stuelpe es ueber Haustier Nummer eins, eine Tasse ueber Haustier Nummer zwei und dann schraube ich schnell den gelben Deckel einer leeren Saftflasche ab um Haustier Nummer drei zu fangen. Ich springe auf den Stuhl, zieh meine Knie neben meine Ohren und fuehle wie mein Herz rast! Dann guck ich mir zuerst aus dieser Entfernung meinen Fang an: Kakerlaken – Yuck (ih Gitt!).

Warum ich auf dem Stuhl sass weiss ich bis heute nicht, da die Dinger auch gern mal fliegen. Am fruehen Morgen kommt Greg ins Schlafzimmer „Was hast Du denn gemacht?“

„Nix, wieso?“                 „Na in der Kueche!?“ fragt er.

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DSC_7261 (Photo credit: Joachim S. Müller)

Es muss wohl jetzt deutsche Schlafzeit sein, benebelt erinnere ich mich an mein kleines Kuechenabenteuer „Ach, mein Fang! Man sind die Dinger ekelig! Ich wollte Dich nicht wecken und wusste nicht, was ich mit denen machen soll.“

„An die gewoehnst Du Dich besser, die gibt’s hier ueberall“ sagt er grinsend und macht sich daran sie zu entsorgen.

Und wie in den vorigen Artikeln schon bemerkt, man gewoehnt sich an alles. An dem Morgen ging ich in den Supermarkt und kaufte Kakerlakenspray und war „on the hunt“.Die Kakerlaken leben vor allem gern in der Naehe vom Strand, es hat nichts mit Unsauberkeit zu tun. Man hat keine Massen im Haus, aber die ein oder andere flitzt schon gern mal ueber den Kuechentresen oder kommt aus der Telefonstation gekrabbelt.

In den letzten Jahren haben wir unser Haus vom Kammerjaeger spruehen lassen, das haelt die Viecher dann fuer ein gutes Jahr fern.